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Neckarzimmern | Burg Hornberg
 

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Burg Hornberg


Die stolze Ritterburg Hornberg


Burg HornbergHoch über dem Neckar bei Neckarzimmern thront die Burganlage Hornberg.

 

Hier residierte und starb vor einigen Jahrhunderten (1562) Götz von Berlichingen, ein fränkischer Reichsritter, bekannt wegen seiner Unerschrockenheit, der Eisenhand und des Götz-Zitates:  „Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche lecken!“ Diese moderne Beschreibung verarbeitete Johann Wolfgang von Goethe in seinem dritten Aufzug des Schauspiels "Götz von Berlichingen" und machte ihn damit berühmt.

 

Im schwäbischen kann der Gruß verschiedene Bedeutungen haben (ich empfehle jedoch, davon abzusehen)

  • um an ein Gespräch anzuknüpfen  (ha, leck me doch am Arsch, hasch des au scho ghört...??)
  • um eine ins Stocken geratene Unterhaltung wieder in Fluss zu bringen
  • um einem Gespräch eine neue Wendung zu geben
  • um ein Gespräch endgültig abzubrechen (Leck me doch am Arsch, du elender Seggel...)
  • ein Ausruf des Erstaunens und des Lobes (Zom Kind mit dä Bauklötzle: "Ha, leck me doch am Arsch, des hasch Du alloi baut?")

 

  

Bilder von der Burg Hornberg

 

Zufahrt: Direkt in Neckarzimmern zweigt die Auffahrt zur Burg Hornberg ab. Von Heilbronn kommend wenige Meter nach der Kristallglasbläserei Kaspar (sehenswert) geht es rechts ansteigend ab, über das Bahngleis und dann am Hang hinauf zur Burg. Eine Anfahrt ist auch von der anderen Seite durch den Wald vom Stockbronner Hof möglich.  Der Parkplatz befindet sich außerhalb der Burg im angrenzenden Wald.

 

Wandern:  Den Neckarrandweg (rotes R) von Gundelsheim aus über den Michaelsberg in etwa 90 Minuten zur Burg Hornberg (siehe Karte unten).

Empfehlenswert auch ein Wander- und Lehrpfad von Neckarzimmern durch die Weinberge.

Sehenswert ist die Burganlage. Besonders für Familien mit Kindern. Die Burg ist verwunschen zugewachsen, ausgestattet mit vielen Türmchen, Ecken, Brunnen und einem Skelett, einer 500 Jahre alten Eibe, die wohl auch schon den Götz erlebt haben soll, vielen Treppen, einer Kapelle und einer besonders lohnenswerten Aussicht vom Turm.

 

Bauphasen der Burg Hornberg

Die Burg wurde um 12. Jahrhundert wohl von den Grafen von Lauffen errichtet. Mitte des 13. Jh. wurde unter Bischof Heinrich von Speyer und von 1336 bis 1363 unter Bischof von Ehrenberg weitergebaut. In der ersten Hälfte des 15. Jh wurde unter den Bischöfen Raban und Reinhard von Helmstadt weitergebaut. Von 1467-1517 legten Ritter Lutz und Sohn Conrat Schott Hand an bevor 1517 bis 1594 die Herren von Berlichingen maßgeblich wirkten (kauf für 6500 Gulden). Es folgte eine Bauphase von 1594-1612 (Hans Heinrich von Heußenstamm. Nach 1612 waren die Freiherren von Gemmingen-Hornberg baulich tätig. Inzwischen in der 12. Generation Besitzer der Burg.

 

Man betritt die Burg durch dass Nordtor. Rechts geht es durch eine Drehtür (gegen Kartenentwertung) durch das erste Zwingertor. Vorbei am Flankierungsturm erreicht man das zweite und ein drittes Zwingertor. Die Burg ist sehr abwechslungsreich gebaut. Es gibt einen Wohnbau des Conrat Schott ebenso wie der Palas der Herren von Berlichingen. Die Burgkapelle mit einem Sarg bietet nur wenige Sitzplätze. Teilweise werden interessante Holzschnitzereien gezeigt. Überall wachsen Mauerblumen und es gibt viele romantische Ecken. Der Treppenturm (Wendelstein, jüngster Bauteil). Und achten Sie darauf, dass sie dem Burggeist nicht begegnen. Schauderlich anzusehen ist das Gerippe im Eckturm (Burgverlies).

 

   

Links: Aufstieg im Treppenturm (Wendelstein, 16.Jh.)  zur Aussicht. Mitte: Portal des Palas der Herren von Berlichingen. Rechts: Schauderliches Skelett im Verließ...
 

Die Eibe kennt man als Heckenpflanze. Wer einmal eine 500 in die Jahre gekommene Eibe sehen möchte, die auch vermutlich schon der Götz von Berlichingen mit eigenen Augen gesehen hat, der wird am Flankierungsturm fündig.

 

 

Vorderer Burghof mit Restaurant, Weinverkauf und Cafe-Terrasse und herrlichem Blick ins Neckartal

 

Für Genießer: Weinliebhaber und Feinschmecker sind wie Cafe-Besucher gut auf der Burg aufgehoben. Der Ausbildungsbetrieb kümmert sich bestens um seine Gäste. Genießen sie das Neckartal bei Kaffee und Kuchen auf der beschirmten Terrasse und den Sonnenuntergang aus der Gaststube im Restaurant. Oder eine unvergessliche Übernachtung im Hotel.

 

Weitere Bilder siehe auch in der Galerie.

 


 

Text: Bernd Maier,
Bilder von 2010

 

 

 

Details

Google-Earth-Koordinaten:
Breite:  49°18'48.70"N
Länge:  9° 8'46.71"E

 

Eintritt Burgbesichtigung (Stand 20.06.2010, Preise können sich ändern):
Jugendliche 2,00 Euro, Erwachsene 3,00 Euro
Kartenautomat im Unteren Burgbereich vor dem Weinhandel.
Weinverkauf, Burghotel, Restaurant, Cafe-Terrasse, Angebote für Gruppen, Hochzeiten, Rittermahl, Konferenzräume, etc.

 

Karte/Route

Wandervorschlag: Start in Gundelsheim, Schloss Horneck, Michaelsberg, Burg Hornberg und zurück.

 

 

© Amtliche Topografische Karte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg TK 1: 25.000

Software: ©MagicMaps GmbH Baden-Württemberg 3D, Nord - www.magicmaps.de

 

 

 

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